10
Feb
2008

Erfolgreich

Nun habe ich mich doch noch überwinden können, den Balkon abzuräumen. Da DU bereits im November krank wurde, kam ich nicht mehr dazu die Blumenkästen zu leeren und einen Kasten mit winterharten Pflanzen zu schmücken. Ich hab das Zeug nur gekauft und in den Plastiktöpfen auf dem Boden stehen lassen. Später fror alles ein und ich konnte die Kästen nicht mehr ausleeren.

Dazu kam ein unbenutzter Weihnachtsbaum, der mangels Energie auch nicht geschmückt wurde. In unserem Haushalt gibt es keine Kinder, für die ich meine letzten Kräfte mobilisiert hätte.

So, alle diese Altlasten wurden heute entsorgt. Ich fühle mich um ca. 30 kg erleichtert.

Ein Packen ungelesener Zeitungen flog auch gleich noch mit raus.

Müde oder faul?

Dracena: ich bin so müde, ich kann mich einfach nicht aufraffen, die Wäsche aufzuhängen.
Dracena: bin ich müde oder bin ich nur faul?
DH: das nennt sich burn-out


Wie unterscheidet sich Müdigkeit von Faulheit?

Wochenende

Na, da habe ich ja schon das erste Mal meine tägliche Blogreihe unterbrochen.

Gestern sind wir für unsere Verhältnisse ziemlich spät aufgewacht. DH hat noch die Hemden zum Bügeln gebracht und dann habe ich ihn in die Arbeit gefahren. Dort konnten wir auch gleich die Wasserkisten austauschen und dann fuhr ich weiter zum Einkaufen.

Wie üblich war es ein ziemlicher Stress, die Einkäufe für zwei Haushalte, den von DA/DU sowie unseren, allein zu schaukeln. Vor der Kasse sind schon um 9 Uhr Schlangen. Ich lege zuerst die Einkäufe von DH/DU auf das Band, Trenner rein, dann unsere Einkäufe. Sobald ich die letzten aufs Band gelegt habe, muß ich vorne schon anfangen, die Sachen von DA/DU wieder in den Wagen zu packen. Erste Portion zahlen, unsere Lebensmittel einpacken, zahlen, schnell noch das Parkticket entwerten lassen, Kassenzettel ins den Mund geklemmt, ab geht's in Richtung Auto.

Mein Magen ist immer noch leer und fängt allmählich vor Hunger an zu schmerzen. Habe noch keine Zeit mich um ihn zu kümmern.

Bei DA/DU sitzen die beiden schon vor ihrem Mittagstisch. Kaum erfahren die beiden, daß DH heute arbeiten muß, werde ich gleich genötigt, mitzuessen. Bei der Suppe mache ich noch mit. Allerdings waren die Nudeln schon separat vorgekocht, lagen eine Weile als Klumpen im Metallsieb und haben nun an der Unterseite rostige Flecken. Yammi! Desweiteren gibts dann noch Convenient Food. Es wäre auch ein fleischloses für mich da, Milchreis, weil ich aber wegen Laktoseunverträglichkeit auf Milchprodukte für eine Weile verzichte, winke ich ab. Erklärungen werden nötig und schließlich akzeptiert.

Mittlerweile ist es kurz vor 12 Uhr und ich mache mich auf den Heimweg. Lade unsere Lebensmittel aus und verstaue sie. Mach mir was zu essen. Jetzt kommt die gefährliche Phase. Ich setze mich auf die Couch. Gefährlich, weil ich meistens nicht mehr hochkomme, obwohl ich unbedingt noch mal in die Stadt möchte, weil ich Schuhe kaufen muß.

Und richtig, erst gegen 4 Uhr rapple ich mich wieder hoch, gebe mir einen Tritt in den Hintern und fahre in die Stadt. Schuhgeschäft 1, 2, 3, wieder zurück zu 2. Entweder sehen die Treter stinklangweilig aus oder sie sind total unbequem. Schließlich finde ich ein Paar, das mich zwar nicht vom Hocker reißt, aber das bequem ist und trotzdem keinen Omi-Charakter hat.

So, zur Belohnung gehe ich nun noch zur Buchhandlung. Ich fange ganz oben an, kaufe mir drei Bücher zur Ordnung am Arbeitsplatz (ungefähr 76ster Ansatz), zur Verschlankung von Arbeitsprozessen und zu Mitarbeiterführung. Dann arbeite ich mich stockwerksweise nach unten durch, ohne noch weitere Bücher aufzugabeln.

Zuhause angekommen bin ich todmüde und will sofort mit dem Arbeitsplatzordnungsbuch anfangen. Ich bin ausnahmsweise positiv überrascht und denke mir, die Techniken könnten realisierbar und tatsächlich wirksam sein.

DH kommt später. Der Engel hat mir einen neuen Akku und einen neuen Charger für mein Handy gekauft; der Akku hielt nicht mal mehr 6 h und das Aufladen war zum Schluß wegen eines Wacklers auch nicht mehr möglich. DH hat sogar den neuen Akku rein und das Laden übernommen.

Das Buch überzeugt mich, daß die Lose-Blatt-Ablage viel platz- und zeitsparender ist, als das Ablegen in Ringordnern. Nun bin ich ein Perfektionist und ein ungutes Gefühl beschleicht mich, wenn Stapel von Blättern einfach in Mappen abgelegt werden. Aber es überzeugt mich und ich fange an, nach Ablagesystemen im Internet zu suchen. Ich stoße auf eine Webseite mit tollem Konzept und schicken Produkten. Ich möchte bestellen, aber nein, man muß schon vorher ein Beratungsgespräch vereinbaren, um ein maßgeschneidertes System verpaßt zu bekommen. Ich bin viel zu ungeduldig, um so eine Vereinbarung abzuwarten. Es muß doch für einen durchschnittlich begabten Menschen möglich sein, sich die Zutaten zusammenzustellen ohne so eine blöde Beratung. Weitgefehlt. Es gibt so viele unterschiedliche Ordnungsmappen, und Beschriftungsmöglichkeiten, von denen nicht immer eine zur anderen paßt. Trotzdem lege ich schon mal einige Produkte in meinen Warenkorb. In null komma nichts bin ich bei nahezu 300 EUR Bestellwert. Jetzt wird's mir zu riskant. Was wenn das ganze System nichts taugt?

Mir war als gäbe es noch einen weiteren Anbieter. Ja richtig. Klar gegliederte Homepage. Nur kompatible Produkte. Kein Beratungsgespräch nötig. Informationen gibt es im Archiv kostenlos. Ich bestelle los und komme auf knappe 100 EUR. Was für ein Unterschied! Der Preis ist zwar immer noch ganz stolz, aber "no risk, no fun".



Heute morgen war wieder mal absolutes Chaos. Dazu endlose Kabbeleien. Ich habe morgens gebadet und ausgiebig Körperpflege betrieben, während DH noch genüßlich gepennt hat. Aber die kluge Frau beugt vor. Ich bin es leid, das Sparprogramm durchzuziehen und meine Haare zu trocknen, während DH schon abflugbereit im Stuhl sitzt und darauf wartet, wann es endlich zum Sonntagsausflug losgehen kann.

Ich mußte wieder mal die Route raussuchen. Wir haben uns auf 3 km geeinigt. Das ist die Länge, die mein DH gerade noch aushält, ohne grantig zu werden und meine absolute Minimallänge, ohne grantig zu werden. Ich habe mich darüber beschwert, daß *ich* immer alles machen müßte und schon war DH verschnupft. Um gerecht zu sein, er hat sich um den Ausdruck der Route gekümmert, während ich noch die Ladung Wäsche aufgehängt habe, die ich gleich morgens gestartet habe.

Dicke Luft! Ja, ich habe dünne Haut momentan. Ja, ich bin vermutlich nicht immer sehr nett zu DH. Ich bin einfach ausgepowert. Ich hatte in den letzten Monaten sehr viel Druck von DA/DU wegen seines Krankenhausaufenthalts. Dadurch kippte das ziemlich labile Gleichgewicht, das ich in der Arbeit hatte: bin zur Zeit ohne Assistenz, und hoffnungslos hintendran. Deshalb legte ich einige Überstunden und eine Wochenendschicht ein, um keinen Ärger zu bekommen. Eigentlich dürfte ich das nicht, denn ich habe eine Virusinfektion, die vorübergehend viel RUHE erfodert. Die Wohnung ist ein Chaos, Einkäufe wären zu erledigen, Reklamationen zu machen. Eine neue Brille möchte ich mir kaufen und der Paß muß verlängert werden.

Da passiert es manchmal, daß DH als Blitzableiter herhalten muß, wie er meint. Wahrscheinlich habe ich aber das Gefühl, daß ich trotzdem noch mehr für unsere Gemeinschaft tue als er. Und daß ich mir eigentlich ein wenig Unterstützung erhoffen würde. Obwohl ich weiß, daß er auch nicht gerade Däumchen dreht in seinem Job.

Trotzdem haben wir noch einen schönen Spaziergang genossen. Jetzt sitze ich auf der Couch und blogge, während DH pennt.

7
Feb
2008

Fun am Abend

Erstaunlich wie schnell man sich doch wieder fängt!

Der heutige Tag war zwar noch voll konzentrierter Arbeit, aber doch viel entspannter, weil ich die dringendsten Dinge in meinem Mammutprogramm von gestern erledigt hatte.

Und heute abend wurde ich überhaupt nicht müde, obwohl ich gestern so geschuftet hatte und obwohl ich die Tage vorher meine Augen kaum bis 9 Uhr offen halten konnte.

Grund: Gemeinsames Abendessen mit der Gruppe meines DH. Er hat wirklich Glück mit seinem Team. Alle waren gelöst und witzig.

Wir sollten uns doch öfter mit Freunden treffen. Es macht Spaß und lädt die Batterien wieder auf!

6
Feb
2008

Aschermittwoch

Verdammt, ich arbeite zuviel!

Um 7 Uhr morgens war ich schon im Büro und auf den Heimweg habe ich mich um 19:50 Uhr gemacht! Nur, wie kann ich bremsen? Es fehlen massiv Leute in meiner Abteilung.

Die letzten zwei Monate war außerdem mein DU (= dear uncle) ziemlich zuwendungsbedüftig, weil krank. Dadurch habe ich zwei Monate nur die ganz normale Sollzeit geleistet und nicht wie gewöhnlich Überstunden. Das rächt sich nun.

Dabei bin ich nicht mal 100% fit. Wegen einer Virusinfektion rät mir mein Arzt, doch runterzuschalten und viel zu schlafen!! HaHa!

5
Feb
2008

Faschingsdienstag

Theoretisch hätte ich heute nachmittag frei gehabt. Praktisch hatte ich soviel zu tun, daß es ein normaler 9-Stunden-Tag wurde. Und natürlich habe ich die Hälfte der Arbeit gar nicht geschafft.

DU (= dear uncle) bekam gestern bestätigt, daß er heute aus dem Krankenhaus entlassen wird. Als er mittags immer noch nicht zuhause war, rief DA (= dear aunt) den diensthabenden Arzt an, der sich nicht erinnern konnte, gestern die Entlassung versprochen zu haben. Es war nichts organisiert. Nur der Hinweis, daß der Pflegedienst für heute schon bestellt sei, ließ den Arzt in die Gänge kommen. Ein weiterer Patient aus dem gleichen Zimmer, der auch heute entlassen werden sollte, muß eine weitere Nacht im Krankenhaus verbringen, weil kein Verwandter nachgehakt hat.

Die Betreuung in den Krankenhäusern ließ über die letzten Jahre wirklich schwer nach. Das liegt natürlich zu 90% an der extrem dünnen Personaldecke. Wenn in einer Station allerdings gar nichts flutscht, liegt das an der Leitung. Wenn die nichts taugt, versinkt die gesamte Station im Chaos.

4
Feb
2008

Rosenmontag

Vom Fasching hab ich noch nicht viel mitgekriegt. Außer dem einen oder anderen Krapfen. Dabei ist morgen schon der Kehraus.

Hab ich doch heute ein verdächtiges Kribbeln in der Nase verspürt. Und niessen mußte ich auch einige Male. Ja, schon jetzt beginnt die Heuschnupfenzeit. Hasel und Erle blühen bereits.

Auch meine Zimmerpflanzen sind schon fleißig am Blühen. Mehrere Kalanchoen wetteifern in den verschiedensten Farben. Eine Amaryllis schiebt einen Blütenstand und sogar mein Kroton kann sich das Blühen nicht verkneifen.

Die Vögel werden auch schon richtig laut. Ich werde noch lange nicht genug bekommen vom Frühling, auch wenn sich jedes Jahr das Gleiche abspielt.

3
Feb
2008

Also los geht's!

Heute war ich sonntagsfaul!

Obwohl ich genug zu tun hätte, habe ich für meine Verhältnisse lange geschlafen und mir dann viiiiiele Blogs angesehen.

Heute war so herrliches Wetter, daß wir, mein DH (= dear husband) und ich, einen Spaziergang gemacht haben. Raus aufs Land. Nur zwei Nordic Walkern und zwei Spaziergängern sind wir begegnet. Es war windig und ziemlich frisch. Ich konnte meine Seele baumeln lassen.

St-Christoph

Danach verspätet Mittag gegessen, einen Ficus umgetopft, mich kurz für den Blog registriert und dann ab ins Krankenhaus. Dort ist nämlich gerade mein hochbetagter DU (=dear uncle). Nach zwei Monaten im Krankenhaus bekommt er allmählich den Klinikkoller. Am Dienstag darf er endlich wieder nach Hause. Meine DA (= dear aunt) ist schon da und wartet drauf, daß ich sie nach Hause fahre.

Ich komme nach Hause, da hängt die Wäsche, bügeln sollte ich, meinen Schreibtisch finde ich unter den Papierstapeln kaum noch und ich bin hungrig. Ich schmiere mir schnell ein paar Brote (DH hat schon gegessen) und ran an meinen ersten Eintrag im Blog.

Willkommen!

Willkommen auf meinem Blog!

Hier könnt Ihr lesen, was in meinem Leben so passiert.

Dieser Blog ist mein erster Versuch, deshalb verzeiht mir alle Unzulänglichkeiten. Ich habe viel zu lernen, bis diese Seite ein richtiges "Gesicht" bekommt. Jetzt kann ich es allerdings kaum erwarten durchzustarten.

Was mir im Leben am meisten fehlt, ist Zeit. Deshalb überrascht es, daß ausgerechnet ich einen Blog führen möchte.

Aber vielleicht verhilft mir der Blog auch dazu, "laut zu denken" und meine Leben dadurch ein wenig anders zu gestalten. Ich würde mich auch freuen über rege Teilnahme durch Euch Leser.
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